Auch wenn ich diesen Beitrag schon vor einiger Zeit auf TV - Matrix veröffentlicht habe, so ist er doch aktuell wie nie - feiert doch die besagte
Person zur Zeit wieder einmal medienwirksam ihren Geburtstag :-)
Nun, eigentlich ist man als moderner Fernsehzuschauer ja allerhand Leid gewohnt. Seien es nun schreiende Gameshow-Akrobaten, die uns quasi suggestiv immer wieder daran erinnern, dass ominöse "Hot-Buttons" garantiert in Kürze einschlagen werden oder irgendwelche Wunderseher, die quasi huckepack auf dem Fernsehsignal unsere Gedanken lesen.
Nun, eigentlich ist man als moderner Fernsehzuschauer ja allerhand Leid gewohnt. Seien es nun schreiende Gameshow-Akrobaten, die uns quasi suggestiv immer wieder daran erinnern, dass ominöse "Hot-Buttons" garantiert in Kürze einschlagen werden oder irgendwelche Wunderseher, die quasi huckepack auf dem Fernsehsignal unsere Gedanken lesen. Bei letzteren Gestalten frage ich mich immer wieder, warum sie trotz ihrer Geisteskräfte nicht erkennen, dass ich sie nicht leiden kann und sie nicht einfach von der Matt- bzw. LCD Scheibe verschwinden. Aber sei es drum, zum Glück habe ich mir im Laufe der Zeit recht schnelle Finger an der Fernbedienung angeeignet und bin daher in der Lage, in Sekundenbruchteilen den Kanal zu wechseln, um mich so vor weiterem Schaden zu bewahren.
Leider aber gibt es Aspekte in der deutschen TV- und Medienlandschaft, denen man sich nicht so einfach entziehen kann. Einer ist nach der wunderschönen Stadt im Herzen von Frankreich benannt. Der geneigte Leser mag es schon erahnen - es geht um Paris H. Nun, eigentlich ist Fräulein H. viel zu unwichtig für diese Welt, um sich mit ihr zu befassen. Aber leider ist es bei ihr wie bei anderen Naturkatastrophen, wenn man die Bilder sieht, muss man einfach hinschauen, auch wenn es einem danach wirklich mies geht und das eben zu sich genommene Abendessen eine 180 Grad Wende nimmt.
Was aber macht dieses Fräulein-Wunder aus? Nun, um es kurz zu machen: gar nichts. Wenn man sich Berichte über diese Person ansieht, kann man eigentlich nur zwei Dinge registrieren: Miss H. ist wieder mal betrunken und Fräulein H. läuft ohne Unterhose durch die Gegend. Was übrigens Erna J. aus meiner Lieblings-Imbissbude nach ihrem eigenem Bekunden auch praktiziert, nur dass ihr dadurch weniger Medien-Echo zuteil wird. Gut, ab und an meint Fräulein H. dann noch einige leere Worthülsen von sich geben zu müssen, aber reicht das schon für das Prädikat Medienstar?
Just zu dem Zeitpunkt, als wir glaubten, wirklich alles über Paris H. zu wissen, als uns selbst die genaue Lage ihrer nicht oder nicht mehr vorhandenen Intim-Piercings (inklusive deren GPS-Koordinaten) in den Neocortex eingebrannt waren, verschaffte ihr der Gefängnisaufenthalt den Aufstieg in den Olymp des Boulevard- Journalismus. Selbst renommierte Nachrichtensendungen verbannten Krieg und Hungersnöte aus den Leitartikeln und beschäftigen sich mit Fräulein H. Doch warum das Ganze ? Ich denke, dass der Grund für diese doch sehr exzessive Berichterstattung mit der begrenzten Leidensfähigkeit des Schreibenden zusammenhängt. Ähnlich wie bei Unglücksfällen oder den oben erwähnten Naturkatastrophen reinigt es einfach die Seele über das Erlebte und Gesehene zu berichten. Auch mir geht es nach dem Schreiben dieser Zeilen schon bedeutend besser und ich möchte sogar schon wieder Gedanken an feste Nahrung verschwenden.
Aber was wird aus Miss H. wenn ihre omnipräsente Mediengegenwart einmal nachlässt ? Auch das ist einfach zu beantworten. Sie wird den Weg aller Kübelböcks gehen und vielleicht als letztes Aufbegehren in einer Dschungel-Show oder ähnlichem in Erscheinung treten. Und vielleicht haben wir ja alle Glück und bei dieser Gelegenheit wird ein giftiges Spinnlein übersehen ……
Roland Fritzen
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