Donnerstag, Februar 23, 2012
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Magenballon

Der Magenballon

Der Magenballon wird auf nicht operativem Wege im Magen platziert und unterstützt die Gewichtsreduktion. Er ist ein Hilfsmittel, welcher neben einer überwachten Diät und einem Programm zur Verhaltensmodifikation den Gewichtsverlust unterstützen soll.

 

Auch der gesundheitliche Aspekt bei starkem Übergewicht ist zu beachten, denn starkes Übergewicht kann unter Umständen zu Diabetes, Rücken- und Gelenksproblemen und/oder Herz- und Gefäßkrankheiten führen.

 

Einsetzung und Entfernung des Magenballons


Der Magenballon wird ohne einen chirurgischen Eingriff durch den Mund in den Magen eingeführt. Zu Beginn führt der Arzt mit Hilfe einer Endoskopiekamera eine Magenuntersuchung durch. Werden keine Abnormalitäten durch die Untersuchung festgestellt, nimmt der Arzt den Einsatz des Magenballons durch den Mund und die Speiseröhre in den Magen vor. Der aus Silikon bestehende Magenballon wird dabei in ungefülltem Zustand eingeführt. Zur Erleichterung der Einführung werden Muskelentspanndene Mittel verwendet.

 

Befindet sich der Ballon im Magen, wird er durch einen kleinen Füllschlauch, welcher am Ballon angebracht ist, mit einer sterilen Kochsalzlösung gefüllt. Anschließend entfernt der Arzt durch ein leichtes Ziehen am externen Ende den Katheter. Der Magenballon ist mit einem selbstdichtenden Ventil ausgestattet und schwimmt nun frei im Magen.

 

Der Einsatz des Magenballons dauert in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten. Nach einer Weile unter ärztlicher Aufsicht kann der Patient die Klinik mit Begleitung verlassen.

 

Nach etwa sechs Monaten wird der Ballon auf gleiche Weise entfernt, wie er eingesetzt wurde. Vor Beginn der Entnahme wir ein Muskelentspannendes Mittel und eine Oberflächenanästhesie der Kehle verabreicht. Dann wird der Ballon mit Hilfe eines Katheters punktiert, entleert, gefasst und entfernt.

 

Wer ist für diesen Eingriff geeignet?


Der Magenballon wird bereits bei einer Gewichtsüberschreitung von 10 kg eingesetzt und wurde für Patienten entwickelt, welche mit herkömmlichen Diäten keinen Erfolg hatten. Auch bei übergewichtigen Patienten, die vor einer lebenswichtigen Operation stehen, kann eine Gewichtsabnahme mit Hilfe des Magenballons nützlich sein um Risiken zu minimieren. Vor einer Einsetzung des Ballons ist in jedem Falle ein individuellen Beratungsgespräch mit dem Patienten notwendig.

 

Eine Grundvorraussetzung, zum erfolgreichen Abnehmen mit dem Magenballon, ist jedoch auch der Wille des Patienten seine Ernährung umzustellen.

 

Was geschieht, wenn der Ballon im Magen platzen sollte?
Der Füllung des Ballons ist ein Farbstoff zugesetzt, welcher eine frühzeitige Deflation des Ballons durch bläulich verfärbten Urin anzeigt. Ist dies der Fall sollte umgehend ein Arzt verständigt werden. Durch den geringen Durchmesser des Ballons, kann er über den Darm auf natürlichem Wege ausgeschieden werden.

 

Unangenehme Begleiterscheinungen


Der Ballon kann unter Umständen zu Übelkeit und Erbrechen in den ersten Tagen nach dem Eingriff führen. Daher sollte in den ersten Tagen auf eine behutsame Nahrungsaufnahme geachtet werden.

 

 

 

 

Der Magenschrittmacher

 

Bei dem Magenschrittmacher-Verfahren wird chirurgisch keine direkte Veränderung am Magen vorgenommen. Während einer kleinen endoskopischen Operation, welche ohne große Bauchschnitte auskommt, wird ein Schrittmacher eingesetzt. Der Schrittmacher besteht aus einem kleinen Steuerungscomputer, der unter die Haut gepflanzt wird und einem dünnen Kabel, welches in die Magenwand verschoben wird.

 

Der Magen hat einen eigenen Bewegungsrhythmus, welcher die Nahrung oder den Magensaft in den Zwölffingerdarm transportiert. Bei stark übergewichtigen Menschen, setzt das Sättingsgefühl durch eine erhöhte Magentätigkeit - der Magen wird rascher entleert - aus. An Stelle dessen tritt bei normalgewichtigen Menschen eine Magendehnung durch den Speisebrei ein.

 

Durch die Elektroden des Mageschrittmachers am Magenausgang und die gewählte Impulsfrequenz, welche über der Reizschwelle von Muskulatur und Nerven liegt, wird die Magenentleerung verzögert und somit normalisiert. Es entsteht ein früherer Dehnungsreiz der Magenwand, welches zum Sättigungs- und Völlegefühl führt. Auf diese Weise verhindert der Magenschrittmacher eine erhöhte Nahrungsaufnahme und das Gewicht reduziert sich.

 

Auch Refluxpatienten, bei denen starkes Übergewicht und chronisches Sodbrennen gemeinsam auftreten, können von dieser Therapie profitieren.

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